BG[R]EXITs im schulgeschichtlichen Zahlenspiegel

Dem p. t. Lesenden muss nicht erklärt werden, dass
es sich bei diesen Statistiken um die Entwicklung der
Abschluss- bzw. Maturaklassen sowie aller weiblichen (helle Balken) und männlichen (dunkle Balken)
Absolventen unseres Gymnasiums seit seinem Bestehen handelt.
Mit dem Eintritt der ersten einhundert – bis 1970 noch
aufnahmsgeprüften – Erstklässler im September 1965
in die 1A und 1B war allen klar, dass es für diese Pioniere wie für alle folgenden Schülergenerationen
schließlich auch ein Ablaufdatum geben musste, einen Zeitpunkt des Exits sozusagen, einen BRGEXIT
oder BGREXIT. Für manche früher, für manche spätestens mit der 8. Klasse in einer der bisher insgesamt 116 Matura-Klassen in 43 Matura-Jahrgängen.
Schauen wir uns diesen Zahlenspiegel etwas näher
an.
Beim ersten Jahrgang 1973 fällt auf, dass wie heuer
auch damals schon nur ca. ein Drittel (35 von ca.
100) mit der ersten Matura an unserem BG/BRG abgeschlossen hat. Acht Jahre später sorgt allerdings
der Matura-Jahrgang 1981 mit fünf fast gleichgroßen
Parallelklassen 8ABCDE und knapp einhundert,
mehrheitlich weiblichen, Absolventen für einen historischen Höhepunkt. Es handelt sich hierbei wohl um
ein „all time high“. Oder sollten für den in absehbarer
Zeit bevorstehenden Schulneubau doch 4×5=20
Oberstufenklassen eingeplant werden?
Gerade Anomalien machen das Salz in allen statistischen Suppen aus. In der Informationstheorie spielt
der Informationsgehalt (oder auch Überraschungswert) von Daten eine große Rolle, der mit Ungleichverteilungen, Schwankungen und statistischen Ausreißern naturgemäß steigt. Das Gegenteil wäre die
totale Gleichverteilung und die gegen Null gehende
Entropie im informationstheoretischen Sinne. Dies
würde bedeuten, dass die bisherigen 2364 Absolventen (davon 1390 / 59% weiblich und 41 % männlich)
sich durchschnittlich auf die 43 Jahrgänge und Klassen so verteilen würden, dass es pro Jahrgang von
1973 bis 2015 jeweils drei Maturaklassen mit je 11
Schülerinnen und 7 Schülern gäbe. Die Abweichungen von diesen Durchschnittswerten sind doch erheblich, und nicht immer zufällig. Sie können retrospektiv durch schulorganisatorische Maßnahmen in
der jeweiligen Zeit gut erklärt werden. Vor allem von
älteren Absolventen unter den Lesenden, die ja
selbst Teil dieses als sprunghaft zu bezeichnenden
Zahlenwerks sind. Der etwas über vierzig Jungabsolvierende zählende aktuelle Matura-Jahrgang 2016
wird der Statistik eine 44. Zeile hinzufügen, diesmal
eher ohne statistische Auffälligkeiten, aber mit vielen
mehrheitlich positiven Erinnerungen an die Schulzeit.